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Forscherkurs auf kleiner Exkursion

Luka, Tobias und Jakob (v. l.) folgen aufmerksam den Erläuterungen von Präparator Peter Stutz.

Das Polieren der Schnittfläche eines Gneises wird besprochen.

Tobias poliert die Schnittfläche seines Gneises.

Nach den Herbstferien sind die ersten drei Forscherkurse des Schülerforschungszentrums Hamburg gestartet. In den Kursen, die einmal die Woche nachmittags stattfinden, können Jugendliche angeleitet von einer der SFZ-Lehrkräfte zu einem bestimmten Thema experimentieren. Einer dieser Kurse steht unter dem Leitthema „Wir lernen Gesteine kennen“. Hier erarbeiten sich die Kursteilnehmer, mit Hilfe welcher Kriterien man Gesteine beschreiben und bestimmen kann.

Grundlage für den Einstieg in das Thema sind Strandsteine vom Ostseestrand nördlich Travemünde. Jedes dieser Gesteine hat eine eigene Lebensgeschichte, die die Kursteilnehmer nach und nach erschließen lernen. Jeder hat sich hierfür einen Stein ausgesucht, für den er nach und nach Informationen zusammenträgt, um damit seinen „Steckbrief“ erstellen zu können. Die Gesteine werden fotografiert, ihre Strukturen werden gezeichnet, es wird dazu im Internet recherchiert. Die Ergebnisse werden schließlich in digitaler Form zusammengefasst, die Arbeit am Laptop gehört also auch dazu.

Vorläufiger Höhepunkt des Kurses waren die Besuche des Gesteinslabors im Mineralogisch-Petrographischen Institut im Geologisch-Paläontologischen Museums der Universität Hamburg Anfang Dezember. Im Gesteinslabor haben die Kursteilnehmer erfahren, wie Gesteine für mikroskopische Analysen zu Dünnschliffen aufgearbeitet werden.  Anschließend haben sie beim Mikroskopieren gelernt, wie man die Mineralien, die einen Granit aufbauen, im Dünnschliff identifizieren kann. Zum Abschluss gab es die Möglichkeit, die Schnittfläche ihres jeweils eigenen Strandsteins zu polieren.

Im Geomatikum gab es schließlich einen Einblick in die jeweilige Geschichte von Gesteinen aus verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen.

Im neuen Jahr starten dann vier weitere Forscherkurse: Kettenreaktion (ab Klasse 5), 3D-Druck (ab Klasse 7), Farbstoffe herstellen (ab Klasse 11) und Messen, Steuern und Regeln mit dem Arduino. Einige Plätze sind noch zu haben – alle Informationen zur Anmeldung findest du hier.