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Aus dem SFZ Hamburg

1 Jahr Grenzenlos Experimentieren - Herbstevent

© SFZ Hamburg gGmbH

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Ein Jahr GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN – das musste groß gefeiert werden!
Was steckt dahinter? Die Pandemie und der damit verbundene Lockdown hat Deutschlands Schülerinnen und Schüler über Monate hinweg in den Online-Unterricht geschickt. Lehrkräfte auf der einen Seite, Lernende auf der anderen Seite einer mehr oder weniger verlässlich funktionierenden Internetverbindung. Doch Online-Unterricht kann nicht alles auffangen, was die Schule zu bieten hat – das Experimentieren zum Beispiel. Oder doch?

Die Verantwortlichen der Phänomenta in Flensburg und des Schülerforschungszentrums Hamburg entwickelten die Idee, Kinder online zum Experimentieren zu motivieren – mit großem Erfolg. Etwa 1000 Mädchen und Jungen haben sich im ersten Jahr an den in der Regel wöchentlich stattfindenden Online-Veranstaltungen beteiligt – und das nicht nur in Schleswig-Holstein und Hamburg. Diese Entwicklung hat die Initiatoren, die –finanziell unterstützt von der Joachim Herz Stiftung und der Nordmetall-Stiftung – bewogen, den ersten Geburtstag gebührend zu feiern.

Am Samstag, den 13.11.2021 trafen sich um 10:00 Uhr sowohl in den Räumen der Phänomenta als auch im Schülerforschungszentrum Hamburg Kinder, um zum ersten Mal auch in Präsenz experimentieren zu können. Und zugeschaltet waren darüber hinaus viele weitere Kinder, die nicht in unmittelbarer Reichweite der beiden Standorte zu Hause sind. Sogar eine ganze Schulklasse in der Ukraine hatte sich angemeldet und zugeschaltet – wahrlich ein „grenzenloses“ Experimentieren. Alle Beteiligten hatten die Bilder über das Streaming auf ihrem Bildschirm und konnten sich so gegenseitig sehen. Moderiert wurden die Events in Flensburg und für die Online-Beteiligten von Achim Englert (Phänomenta) und in Hamburg von Rainer Kunze (SFZ Hamburg).

Die Forscherfrage lautete: „Wie lässt sich verschmutztes Wasser mechanisch reinigen. Verschiedene Sande und Holzkohle dienten als Filtermaterial. Schritt für Schritt erläuterten die Moderatoren die Vorgehensweise beim Experiment. Die Erkenntnis: Wasser wird bereits beim Versickern Richtung Grundwasser auf natürlichem Weg von Schmutzpartikeln befreit, allerdings hängt die „Reinigungsqualität“ von der Zusammensetzung des Untergrundes ab.

Als „Warm Up“ führten die beiden Vertreterinnen der Stiftungen (Dr. Jennifer Plath, Joachim Herz Stiftung, und Dr. Jessica Bönsch, Nordmetall-Stiftung) das „Brausetabletten-Experiment durch“, legten eine Brausetablette in das Röhrchen, füllten es mit Wasser auf, verschlossen es mit dem Deckel und versuchten, den vom wachsenden Gasdruck im Tablettenröhrchen weggesprengten Deckel durch einen Ring fliegen zu lassen.

Zum Abschluss gab es die Herausforderung, aus bis zum 50 Bogen DIN A4-Papier unter Mithilfe von Klebstoff einen möglichst hohen Turm zu bauen, der so stabil ist, dass ein kleiner Schokoladenriegel auf der Spitze liegenbleibt. Das Siegerteam baute einen Turm von fast 90 cm Höhe.

Um 12:30 Uhr gingen schließlich alle zufrieden nach Hause und die Organisatoren in Flensburg und Hamburg sind fest davon überzeugt, dass GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN nicht nur in Zeiten der Pandemie ein wertvolles Angebot darstellt. Das Projekt soll auch in der Zukunft fortgesetzt werden, denn man ist sich sicher, dass man auch all jene erreichen kann, die nicht so ohne Weiteres in ein Forschungszentrum kommen können.