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Aus dem SFZ Hamburg

Beeindruckender Erfolg beim Bundeswettbewerb Jugend forscht

© Stiftung Jugend forscht e.V., Aruna mit ihrem Projekt „Bildgebende Nanoteilchen – Neuartige SPIONs als alternatives MRT-Kontrastmittel“

© Stiftung Jugend forscht e.V., Bela mit seinem Projekt „Mausklick per Konzentration: EEG – der Controller der Zukunft II“

Unsere Jungforscherin Aruna Sherma (19) ist beim Bundeswettbewerb Jugend forscht,  der in der Zeit vom 26.–30. Mai 2021 von der Experimenta in Heilbronn als virtuelle Veranstaltung durchgeführt worden ist, gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet worden.

Mit ihrem Projekt zum Thema „Bildgebende Nanoteilchen – Neuartige SPIONs als alternatives MRT-Kontrastmittel“ startete sie im Fachgebiet Physik und wurde dort mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie den Sonderpreis „Einladung zum London International Youth Science Forum“, einem mehrtägigen Symposium, das in der Zeit vom 28.07.–11.08.2021 stattfinden wird und bei dem Aruna die Möglichkeit hat, sich mit zahlreichen anderen Jungforscherinnen und Jungforschern auszutauschen.

Zudem ist Aruna – wie auch die anderen Preisträgerinnen und Preisträger – zu einem Empfang bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eingeladen, der im September 2021 sein wird.

Die Auszeichnungen sind der mehr als verdiente Lohn für eine bereits über mehrere Jahre laufende Forschung, in deren Verlauf Aruna auch schon beim Bundeswettbewerb Jugend forscht 2019 in Chemnitz dabei sein konnte. Auch dort ist sie bereits mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.

Aruna hat sich zum Ziel gesetzt, ein gadoliniumfreies Kontrastmittel zu entwickeln, das bei der Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz kommen soll, einem der wichtigsten Bildgebungsverfahren in der Medizin. Mit der MRT können 3D-Aufnahmen des Körperinneren erstellt werden. Mitunter ist für eine Optimierung der Bildqualität der Einsatz eines Kontrastmittels erforderlich. Die bisher eingesetzten Kontrastmittel basieren auf dem chemischen Element Gadolinium, das infolge der Anreicherung im Körpergewebe Gesundheitsschäden nach sich ziehen kann. Unter Einsatz aufwendiger chemischer Herstellungsverfahren entwickelte Aruna verschiedene Varianten eines gadoliniumfreien Kontrastmittels, das auf Nanopartikeln aus Eisenoxid basiert und im Verlauf ihrer umfangreichen Analysen vielversprechende Ergebnisse erbracht hat. Die weitere Entwicklung bis zu einer möglichen Zulassung eines gadoliniumfreien Kontrastmittels wäre sicher ein Meilenstein für die moderne medizinische Analytik.

Wir gratulieren Aruna ganz herzlich zu diesen tollen Auszeichnungen und wünschen ihr für die Weiterentwicklung ihres Projekts viel Erfolg!

Ebenfalls beim Bundeswettbewerb dabei war unser Jungforscher Bela Kaut (16) mit seinem Thema „Mausklick per Konzentration: EEG – der Controller der Zukunft II“.

Bela hat sich zum Ziel gesetzt, ein kostengünstiges Verfahren für das Messen von Hirnströmen zu konstruieren. Dazu rüstete er den EEG-Chip aus einem Spielzeug um und kombinierte diesen mit einem Kleinstcomputer, die erforderliche Software entwickelte er selbst. Mit dem von ihm entwickelten Gerät ist es möglich, durch abwechselndes Entspannen und Konzentrieren eine einfache Tastatur und einen Mauszeiger anzusteuern und einen Text schreiben. Für eine Investition von nur etwa 50 EUR hat Bela einen Prototyp entwickelt, mit dem er in seinen Testreihen bereits erkennbare Erfolge erzielt hat. Ein solches Gerät könnte bewegungsunfähigen Menschen bei der Bedienung von Computern helfen.

Auch Bela gratulieren wir ganz herzlich!

Vom 25. Mai bis 13. Juni 2021 kann die Virtuelle Ausstellung hier auf der Online-Plattform des 56. Bundeswettbewerbs Jugend forscht noch angeschaut werden. Dort sind auch Aruna's und Bela's Projekt zu finden.