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Aus dem SFZ Hamburg

Das Schülerforschungszentrum feiert Jahresabschluss

Das digitale Abbild des SFZ Hamburg in Gather.town.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde an drei großen Tischen in verschiedenen Räumen zusammen gespielt.

Auch in diesem Jahr haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Abschluss dieses – man muss schon sagen: besonderen Jahres - gebührend zu feiern. Das war zwar noch immer nicht in Präsenz möglich, aber wir haben unsere geballte Kreativität und MINT-Kompetenz in ein wirklich gelungenes Digital-Event fließen lassen. Egal ob unsere Jungforscher:innen, Mitarbeiter:innen oder Ehrenamtlichen - alle hatten Spaß und haben die gemeinsame Feier genossen.

Das letzte Jahr war nicht leicht. Sowohl in der Schule, als auch beruflich und im Privaten wurden viele von uns auf die Probe gestellt. Auch das SFZ Hamburg musste schließen und konnte seinen Forscher:innen die Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stellen. Trotzdem war es für uns ein gelungenes Jahr. Wir haben viele neue Wege entdeckt, gemeinsam mit unseren Jungforscher:innen in Kontakt zu bleiben, spannende Dinge auszuprobieren, zu forschen und die Begeisterung und Neugierde, die uns alle immer wieder in das Schülerforschungszentrum Hamburg treibt, am Leben zu erhalten. Das haben wir am 17.06.2021 dann auch gebührend gefeiert.

Wie sah das Event aus?

Getroffen haben wir uns in einer digitalen Variante des SFZ Hamburg. Unsere FJNlerin Franzi und Aaron, unser Mitarbeiter für interne IT, haben das SFZ Hamburg in Gather.town nachgebaut. Gather.town ist eine Web-Anwendung, in der sich bis zu 500 User an einem digitalen Ort treffen können. Dabei steuern sie ihre Avatare durch eine zweidimensionale Karte - alles in klassicher Retro-Game-Optik.

Kommen User einander näher, tauchen am oberen Bildschirmrand ihre Webcam-Bilder auf und sie können sich unterhalten. Zusätzlich bietet Gather.town die Möglichkeit, sich in abgegrenzten Bereichen privat zu unterhalten, Folien zu zeigen, Präsentationen zu halten und Spiele zu spielen. So entsteht ein Gefühl von Räumlichkeit und wir starren nicht permanent in die Gesichter von 50 anderen Menschen auf Zoom, sondern können gezielt zu unseren Freunden und Bekannten gehen, um mit ihnen zu sprechen.

Daran wurde im letzten Jahr geforscht, getüftelt und gebastelt

Das Schülerforschungszentrum lebt vom Austausch der Kinder und Jugendlichen untereinander. Sie forschen in denselben Räumen, sprechen über ihre Projekte und haben Spaß zusammen. Manchmal ist es für die eigene Kreativität bereichernd, zu sehen, was der oder die andere gerade treibt und welche Ideen und Probleme ihn oder sie umtreiben. Das ist online natürlich nicht im selben Rahmen möglich, wie vor Ort. Umso toller, dass verschiedene Jungforscher:innen und Gruppen des SFZ Hamburg’ uns Einblicke in ihre Themen und Projekte des letzten Jahres gewährt haben.

So hatten Claudio und Frank von der Astro AG beispielsweise einen Stand in Gather.town und haben sich dort mit den Forscher:innen angeregt über astronomische Themen unterhalten. Olaf vom KI-Treffpunkt hat sich mit KI-Begeisterten über die besten Bibliotheken und Frameworks zur KI-Programmierung ausgetauscht. Auch spannend war es am Stand des Mathe-Treffs. Hier haben Lisanne, Anna, Lino und Anna uns einen mathematischen Beweis für den Fünf-Farben-Satz geliefert.

Zudem waren weitere Forschungsprojekte unserer Jungforscher:innen zu bestaunen. Da wäre zum Beispiel Louis mit seinem HotLock - einer universell einsetzbaren Möglichkeit, eingefrorene Fahrradschlösser wieder aufzutauen.

Aruna hat uns ihr Projekt vorgestellt, in dem sie mithilfe neuartiger SPIONs ein alternatives Kontrastmittel entwickelt hat. Das Projekt hat ihr im Bundeswettbewerb von Jugend forscht 2021 den zweiten Platz im Fachgebiet Physik eingebracht.

Auch das Projekt von Ella durften wir uns anschauen. Sie hat zwei Gewässer in Südschweden untersucht und mithilfe von Sediment- und Wasserproben sowie Tiefenmessungen deren ökologischen Zustand bewertet.

Selbstverständlich wurden noch viel mehr Projekte ausgestellt und alle waren großartig. Es ist immer wieder toll zu sehen, was für einen besonderen Ort wir mit dem SFZ Hamburg geschaffen haben. Hier können junge Menschen ihren Begeisterungen folgen, Neugierde ausleben und das alles ohne Druck und ganz nach ihren eigenen Neigungen!

Zusammen Spaß haben

Nach dem offiziellen Teil haben wir alle gemeinsam verschiedene Gesellschaftsspiele gespielt. In diversen Selbststudien über ein Jahr Pandemie hinweg, konnten wir die unserer Meinung nach besten online Gesellschaftsspiele identifizieren und haben diese in Gather.town integriert. Falls ihr also mal nach gelungenen Spielen für Online-Veranstaltungen sucht, haben wir an dieser Stelle hoffentlich einen Tipp für euch:

        

Skribbl.io

Skribbl.io ist im Grunde Montagsmaler. Das Prinzip ist einfach erklärt: Ein Spieler, malt einen Begriff, den er vorher gezogen hat. Die anderen müssen raten und ihre Tipps in ein Textfeld eintragen. Wer am schnellsten rät, bekommt die meisten Punkte.

 

Stadt, Land, Fluss

Muss man dazu noch viel sagen? Den Klassiker unter den Party-Spielen gibt es natürlich auch online. Ein zufälliger Buchstabe wird gewürfelt, alle Spieler müssen Begriffe aus verschiedenen Kategorien dazu finden. Extra-Punkte gibt es für Originalität.

 

Gartic Phone

Gartic Phone macht wirklich viel Spaß und kam auch bei unseren Forscher:innen und Mitarbeiter:innen sehr gut an. Hier geht es nicht ums gewinnen, sondern darum, für möglichst witzige Verkettungen zu sorgen. Zu Beginn schreibt jeder Spieler einen Satz. Anschließend wird dieser an andere Spieler weitergereicht, die den Satz malen müssen. Das entstandene Bild wird wiederum weitergereicht und muss dann beschrieben werden. Zum Schluss wird gemeinsam geschaut, wie sich der Satz über die verschiedenen Zeichnungen hin verändert hat. Das kann sehr unterhaltsam werden.

Schön war’s!

Alles in Allem lässt sich sagen: Das war eine gelungene Jahresabschlussveranstaltung für dieses besondere Jahr. Auch wenn viele von uns all die Online-Treffen satt sind, haben wir das Beste draus gemacht und hatten Spaß!  

Wir freuen uns, dass so viele das Jahr mit uns gemeinsam durchlebt haben, unsere Online-Angebote genutzt und sich ihren Forscher:innendrang erhalten haben.
Wir freuen uns auf das nächste Schuljahr mit euch!