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Wenn das Zuhause zum Labor wird

GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN: Online-Treffen mit Versuchen zum Mitmachen in den eigenen vier Wänden

„Es funktioniert auch mit Plastiklöffeln“, schreibt die 12-jährige Nele in den Chat, nachdem sie den Versuch „klappernde Löffel“ eigenständig abgewandelt hat. Kurze Zeit später schreiben auch die anderen Teilnehmenden des Videomeetings „Der unsichtbare Sog“ ihre Beobachtungen mit Löffel-Varianten in den Chat. Damit ist ein Ziel von GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN erreicht. Mit diesem Projekt möchten das Science Center Phänomenta Flensburg und das SFZ Hamburg Schüler:innen zusammen mit ihren Freund:innen und Familien einladen, Experimente am Computerbildschirm nicht nur in Echtzeit zu verfolgen, sondern auch eigenständig durchzuführen und sich mit den Referent:innen sowie untereinander darüber auszutauschen.

Dr. Janine Radtke, Geschäftsführerin des SFZ Hamburg erläutert den Ablauf: „Einmal wöchentlich, in der Regel mittwochs um 17 Uhr, finden die experimentellen Treffen statt. Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Interessierte auf der Website www.grenzenlosexperimentieren.de, wo auch die Anmeldung erfolgt. „Rechtzeitig vor der Veranstaltung erhalten die Schüler:innen eine Materialliste, einen Zugangslink sowie weitere Informationen zur Durchführung der Experimente. Nur einfache Materialien, die im Haushalt vorhanden oder leicht zu besorgen sind, wie zum Beispiel Bratschläuche, Tischtennisbälle, Luftballons, Marzipan oder Gemüse kommen zum Einsatz“, so Achim Englert, Geschäftsführer der Phänomenta. Für das Videomeeting selbst wird ein Computer, ein Tablet oder ein Handy mit Internetzugang benötigt. Die Treffen laufen über das Webkonferenzsystem „Big Blue Button“ und werden von Referent:innen und Moderator:innen begleitet.

Abwechslungsreiches Themenangebot und vielfältiges Netzwerk

Hinter den Titeln wie „Was Rotkohl alles kann“, „Bananenflanke“ oder „CO2 – das unsichtbare Gas“ verbergen sich spannende Experimente zu den unterschiedlichsten Themen aus den MINTFächern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auch angrenzende Bereiche aus Kunst, Kultur und Handwerk fließen mit ein. So werden Taschenwärmer gebaut, Brücken konstruiert und Adventure Games mit freier Software ausgetüftelt. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder die Inhalte der Treffen selber durchführen oder auch abwandeln, Beobachtungen anstellen und Aha-Erlebnisse haben, Fragen stellen können und sich gegenseitig zum Weiterdenken anregen“, so Englert.
„Wir haben unser Projekt GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN getauft, da die Schüler:innen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort an den experimentellen Videotreffen teilnehmen können,“ erläutert Radtke. Auch die Standorte der Projektpartner liegen in unterschiedlichen Bundesländern, überwinden also Grenzen. Nahezu grenzenlos soll auch die Vielfalt an Themen sein, denn die Referent:innen kommen aus den unterschiedlichsten MINT-Bereichen sowie vielzähligen Institutionen und Städten des Landes. „Unser Ziel ist es, das Netzwerk stetig auszubauen und möglichst viele MINT-Akteure für unser Projekt zu gewinnen“, so Englert. „So profitieren alle Beteiligten nachhaltig von der etablierten Struktur der pädagogisch wertvollen Angebote.“ ergänzt Radtke.

Die Pandemie als Motor für Kooperationen ohne Grenzen

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten auch außerschulische Lernorte wie die Phänomenta in Flensburg und das SFZ in Hamburg phasenweise ihre Türen schließen. Mitmach-Ausstellungen und Schülerlabore waren plötzlich menschenleer. Gespräche, Lachen, Diskussionen und geschäftige Geräusche waren verstummt. „So haben wir uns im Frühjahr 2020 zusammen mit Kolleg:innen der Europa-Universität Flensburg und dem Landesverband Hamburg des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. auf die Suche nach einem alternativen Angebot gemacht, das auch langfristig funktionieren sollte“, berichtet Radtke von den Anfängen der Kooperation. Das Ergebnis: GRENZENLOS EXPERIMENTIEREN. Was in den Sommerferien 2020 mit den ersten Videomeetings startete, ist seit Dezember 2020 Dank der finanziellen Förderung durch die Joachim Herz Stiftung ein festes Projekt mit einem regelmäßigen Veranstaltungsangebot geworden.

Auch die Teams von Radtke und Englert haben die Grenzen, die Corona gesetzt hat, überwunden. „Wir sind uns in der gesamten Projektzeit bislang nicht einmal real begegnet. Auch wir haben uns nur über Big Blue Button getroffen, dort das Projekt konzipiert und koordiniert,“ blickt Radtke auf die letzten Monate zurück und Englert fügt lächelnd hinzu: “Trotzdem freuen wir uns auf den Tag, an dem wir uns endlich einmal gegenseitig besuchen können."

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Weitere Informationen über den Kooperationspartner Phänomenta Flensburg: www.phaenomenta-flensburg.de