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Das war "Grenzenlos Experimentieren"

Am ersten Mittwoch wurde begeistert mit Feuer gespielt - natürlich unter Beachtung aller Sicherheitsregeln!

So eine bunte Wassersäule gefällt nicht nur jungen Forscher*innen.

Hier wird gerade die Oberflächenspannung von Wasser gestestet.

Die Sinne zu erfoschen bringt besonders Spaß, weil die Experimente sofort selbst wahrnehmbar sind.

Warum bläst sich der Luftballon scheinbar selbsttätig auf, wenn sich Backpulver und Essig vermischen?

Was passiert, wenn zwei Metalllöffel unter fließendes Wasser gehalten werden, wissen die Teilnehmer*innen des letzten Online-Workshops jetzt und können es vor allem auch erklären.

Abstandsregeln und Kontakt-Minimierung haben dieses Jahr fast alles auf den Kopf gestellt. Aber das Veränderungen auch tolle, neue Chancen bieten, beweist das neue Sommerferienangebot "Grenzenlos Experimentieren“ für Schüler*innen ab Klassenstufe 4 zusammen mit ihren Familien. Das Projekt ist grenzenlos, denn die Projektpartner kommen aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Es ist aber auch grenzenlos, da über einer Reihe von Videomeetings zu unterschiedlichen Themen gemeinsam und vor allem interakiv experimentiert werden konnte. Jeder konnte dabei sein - ob zu Hause, im Ferienhaus in Dänemark oder im Hotel auf Mallorca.

Jeden Mittwoch während der Sommerferienzeit von Hamburg und Schleswig-Holstein wurden spannende Experimente am Computerbildschirm in Echtzeit verfolgt und auch selbst durchgeführt. Mithilfe eines Videokonferenzprogramms konnten die Nachwuchswissenschaftler*innen während des Experimentierens ihre Fragen stellen, ihre Versuche und Ergebnisse vorführen und sich auch untereinander austauschen. Lediglich Alltagsmaterialien, die zum größten Teil in jedem Haushalt vorhanden sind, wurden für die Experimente benötigt.

Sechs Ferienwochen – sechs spannende Forschungsfelder:

Feuerige Experimente rund um den Grill

In der ersten Veranstaltung von "Grenzenlos Experimentieren" ging es mit Dr. Sven Sommer um die Physik und Chemie des Feuers und ums Grillen. Was benötigt ein Feuer, um zu brennen? Kann man eine Kerze aus Marzipan wirklich essen? Wie können wir den Kohlegrill nur mit einer Glasflasche und einem Stück Zeitungspapier anfeuern? In Mitmach-Experimenten wurden diese Fragen beantwortet. Im Stile großer Abendshows sorgte das gemeinsame Experimentier-Programm für Überlänge. Trotzdem: nach fast zwei Stunden waren sich alle Eltern und Kinder einig, dass sie nun Feuer und Flamme für "Grenzenlos Experimentieren" sind.

Die farbige Wassersäule

Bei der 2. Session von Grenzenlos experimentieren konnten die Forscherinnen und Forscher unter der Anleitung von Rainer Kunze vom SFZ Hamburg und MNU Landesverband Hamburg e.V. farbige Wassersäulen bauen. Dazu standen ihnen nur Wasser, Salz, Lebensmittelfarben, einige Behälter zum Mischen und eine Pipette zur Verfügung. Mithilfe einer Pipette war es dann möglich Wasser mit verschiedenen Salzgehalten in einem hohen Gefäß zu schichten. Die tollen Ergebnisse auf den Bildern zeigen: Wasser lässt sich stapeln -  beeindruckend!

Was Wasser alles kann

Am 15. Juli 2020 wurde im dritten Workshop von Grenzenlos Experimentieren dem Phänomen Wasser noch tiefer auf den Grund gegangen. Denn Wasser bedeckt nicht nur 70 % der Erde, sondern ist zudem lebenswichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen. Aber Wasser kann noch mehr: Es hält zusammen, es bricht und es kann süß oder salzig sein. Mit insgesamt sieben Experimenten zu den Themenfeldern "Süß- und Salzwasser", „Oberflächenspannung" und „Brechung" wurde das kühle Nass erforscht und gemeinsam die Eigenschaften und Möglichkeiten aufgedeckt.

Die menschlichen Sinne

Können wir schmecken ohne zu riechen? Wie funktioniert eigentlich unser Riechsinn? Fühlen wir Temperaturunterschiede immer gleich? Wie können wir unserem Auge eine Bewegung vorgaukeln? Diesen Fragen sind die Teilnehmer*innen gemeinsam mit Lisa Kaiser vom SFZ Hamburg während der vierten Veranstaltung von "Grenzenlos Experimentieren" nachgegangen und haben in verschiedenen Experimenten die Funktionsweise unserer Sinne besser kennengelernt.

Dem Klimawandel auf der Spur

Lisa Kaiser und Janine Radtke vom SFZ Hamburg gestalteten die fünfte Veranstaltung von "Grenzenlos Experimentieren" zu dem sehr aktuellen Thema: Klimawandel. Wir haben Eisberge schmelzen sehen, den Treibhauseffekt kennengelernt und CO2, eines der bedeutendsten Treibhausgase, in verschiedenen Experimenten sichtbar gemacht und waren so dem Klimawandel und seinen Ursachen auf der Spur.

Der unsichtbare Sog

Der Abschluss der Reihe wurde von Achim Englert von der Phänomenta e.V., Flensburg gestaltet. Strömende Luft oder Flüssigkeiten können sowohl kleine und sogar sehr größere Dinge anziehen. So ein Sog-Effekt tritt in Natur und Technik in unterschiedlichsten Situationen in Erscheinung. Zum Beispiel wenn sich zwei schnell fahrende Züge begegnen oder ein Zug an einem Bahngleis vorbei rauscht, wenn Ziegeln bei Sturm vom Dach fliegen oder Windböen kleine Wellen auf der Wasseroberfläche entstehen lassen. Mit lustigen Experimenten wurde an diesem Nachmittag der sogenannte Bernoulli-Effekt an vielen verschiedenen Orten erzeugt und von den Teilnehmer*innen erforscht und untersucht.

Dieses Gemeinschaftsprojekt war ein voller Erfolg. Die Projektpartner sind sich einig: "In den nächsten Sommerferien wollen wir das wieder machen!"

Partner und Förderer
Hinter dem Projekt stehen die Projektpartner MNU Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. V. Landesverband HamburgPhänomenta e.V. Flensburg und dem SFZ Hamburg. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte der Europa-Universität Flensburg (EUF).