Aktuelles

Grandiose Beiträge zu unserer Corona-MINT-Challenge #2

Sommer, Sonne, Sonnenschein und große Ferien – zu Zeiten des Coronavirus‘ ist auch noch so manche geplante Fernreise ausgefallen. Kontakte zu anderen Haushalten sollen weiterhin möglichst vermieden werden – mit unseren MINT-Challenges haben wir MINT-begeisterten Kindern, Jugendlichen und Eltern Herausforderungen gestellt, die sie sowohl im Haus, im Garten, auf dem Balkon, am Strand, auf den Bergen oder aber auch im tropischen Regenwald angehen konnten.

Schon die erste Corona-MINT-Challenge, mit der Aufgabe eine Kettenreaktion zu bauen, hat uns tolle und überzeugende Wettbewerbsbeiträge beschert. Hier noch einmal nachzulesen.
Und auch die zweite Challenge wurden von den jungen Tüftler*innen angenommen und vielseitig umgesetzt. Aber lest selbst:

Corona-MINT-Challenge #2: Baue eine MASCHINE

In der zweiten MINT-Challenge ging es darum, zu Hause die nützlichste, komplizierteste oder verrückteste MASCHINE zu bauen.
„Maschinen unterstützen uns mit ihrer Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Genauigkeit oder auch feinere Bearbeitungsmöglichkeiten. Durch Digitalisierung und Vernetzung erschließen sich immer weitere Anwendungspotenziale und Unterstützungsmöglichkeiten. Für die Teilnehmer*innen unserer zweiten MINT-Challenge steht fest – sie werden zukünftig Maschinen und Abläufe ohne Berührungsängste kritisch danach beurteilen können, ob sie eine echte Unterstützung für den Menschen bieten – und dass sowohl konstruktionstechnisch als auch von der Programmierung her. Vielleicht ist ja sogar ein*e zukünftige*r Ingenieur*in der Industrie 4.0 dabei?!” so Dr. Janine Radtke, Geschäftsführerin des SFZ Hamburg.

Die Tüftler*innen hatten wieder einen knappen Monat Zeit, ihre eigene Maschine zu konstruieren, zusammenzubauen, zu programmieren und natürlich auch auszuprobieren und zu verbessern. Am 10. Juli um 12 Uhr mittags musste dann das selbstgedrehte Video, auf dem zu sehen ist, wie die Maschine läuft und wie ihr Programm aussieht, nebst ein paar Sätzen zur Funktionsweise der Maschine, digital beim SFZ Hamburg eingesandt sein.
Insgesamt haben sieben Forscherteams diese Herausforderung angenommen. Die Vielfältigkeit war dabei kaum zu überbieten: Ob Flipper, Saugroboter,  Brause- und Klopf-Sortiermaschinen, ein Tisch für einen Campingkocher, der Unebenheiten ausgleicht, oder ferngesteuerte Fahrzeuge, alles war vertreten. Programmiert wurde in verschiedenen Sprachen und Niveaus mit Raspberry Pi‘s, Nintendo Labo, LEGO MindstormsⓇ oder Fischertechnik. So entstanden vielfältige und funktionstüchtige Maschinen, die nützlich, komplex und verrückt sind. Das waren dann auch die Kategorien, nach denen die Jury am Ende bewertet hat.

Eure Maschinen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber seht selbst in unserem Maschinenvideo!

Unsere dreiköpfige Jury hatte wie erwartet viel Spaß und intensive Diskussionen bei der Begutachtung eurer Videos, Erläuterungen und Codes. Nach reiflicher Begutachtung entschieden sich die drei für folgende Sieger*innen:

KOMPLEXITÄT der Maschine/des Codes
In dieser Kategorie war die Jury sich ganz schnell einig: Moritz’ Campingkochertisch wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Egal wie schief der Untergrund ist, Moritz kann seinen Campingkocher überall hinstellen, ohne dass sein Nudelwasser überläuft oder das Ei aus der Pfanne rutscht. Sein Campingkochertisch richtet sich sensorgestützt autonom eben aus. Eine großartige Idee und tolle Umsetzung!

NÜTZLICHKEIT der Maschine
Hier hat Jan mit seinem Saugroboter den ersten Preis gewonnen. Saugroboter per se sind aus Sicht unseres Erfinders leider schon erfunden worden. Jans Saugroboter sticht in der Masse der Angebote allerdings durch seine geringe Größe und das futuristische Design aus Alltagsmaterial hervor. Vielleicht findet sich damit die Nische für ein neues, revolutionäres Produkt. Man stelle sich vor, dass Jans Saugroboter demnächst Wege auf den Campingplatz, den Schulhof oder durch euren Rucksack findet. Endlich könnte jede*r „seinen Dreck selber weg machen” bzw. wegmachen lassen: mit dem Saugroboter für die Tasche!

VERRÜCKTHEIT der Maschine
In dieser Kategorie konnte die Jury sich aufgrund der Fülle großartiger Einsendungen nicht auf eine*n Sieger*in einigen, sodass gleich mehrere Gewinner*innen gekürt wurden:

    Theo mit seiner Brausemischmaschine 
Eine Brausemischmaschine ist in der Automatisierungstechnik nichts Außergewöhnliches. In den meisten Schnellrestaurants oder Getränkeautomaten mischen Maschinen Sirup mit Mineralwasser und Eis zu Kaltgetränken. Das charmant verrückte an Theos Maschine ist ein Vorgang, den die allgemein vertriebenen Maschinen vernachlässigen: Mit einer Propellerschraube rührt seine Maschine in bester James Bond Manier um. Also Theo, nicht geschüttelt aber gerührt, oder? Bleibt nur die Frage wo das Eis geblieben ist. Daran arbeitet Theo sicher noch.
 
   Eva und David mit ihrer Sortiermaschine
Ein nun schon seit Generationen weit verbreitetes Problem gehen Eva und David an. Wer hat nicht schon einmal verzweifelt nach dem passenden Legostein in der umfangreichen eigenen Sammlung gesucht? Wie viele Stunden Lebenszeit mögen verloren gegangen sein, bei der Suche nach eben diesem einen Teil, das zum Glück fehlt. Mit der Sortiermaschine liefern die beiden nicht nur eine profunde Lösung für das Legostein Problem, sondern auch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie andere Maschinen in der Sortierung vorgehen. Ob Papier, Flaschen oder fertige Werkstücke. Fertigungsanlagentechniker*innen und -ingenieur*innen suchen mit ebensolchen Ideen nach noch mehr Ordnung in der Fertigungsstraße.
 
 Nick und Bennet mit ihrem Flipper
Eine Kugel „flippt“ über einen Parcours auf dem Weg zu Zielen, die Punkte verheißen. Vor dem Zeitalter der Computerspiele wurden solche Abenteuer mit ausgeklügelten Mechaniken ermöglicht. Eben solche Mechaniken, gemischt mit der Sensorik des digitalen Ausgabegeräts der „Nintendo Switch” haben Nick und Bennet zu einem richtigen Flipper erweitert. Bei ihnen rollt nicht nur die Kugel, sondern auch die Augen des Nutzers, wenn er mit dem Flipper spielt. Mittels Sensoren und Bildschirm der Switch und Materialien und Software von „Nintendo Labo” werden Punkte digital ausgegeben. Die Toy Con Garage, eine Programmierumgebung haben sie dazu sehr umfangreich ausgenutzt, man könnt auch sagen: ”Sehr ausgeflippt, was die beiden da entwickelt haben, oder?”
 

Gefeiert wurde risikolos und virtuell auf unserem Discord-Server. Da doch einige von euch im Zeltlager oder sonst irgendwo im Urlaub waren, haben wir die Siegerehrung zusammen mit der Siegerehrung der 3. Corona-MINT-Challenge am 5. August 2020 online stattfinden lassen.

Respekt ihr Tüftler*innen – das habt ihr großartig gemacht! Einen herzlichen Glückwunsch und dickes Dankeschön an euch alle! Ihr liefert den Beweis, dass MINT Spaß macht und Experimentieren anschaulicher ist als manche Lehrstunde. 

Sobald es wieder möglich ist, laden wir euch zu unserem nächsten Pizzafreitag ein. Ihr alle habt es euch verdient, bei uns vorbei zu kommen und weitere Forschungsprojekte gemeinsam mit uns im SFZ Hamburg anzugehen – meldet euch gerne an und schaut rein! Wir freuen uns auf euch!

Auf den Geschmack gekommen? Wer sich weiter mit Programmierung, Forschung, 3D-Konstruktion, Experimenten oder Technik beschäftigen möchte, kommt ab sofort wieder zu uns ins SFZ Hamburg oder lässt sich von den eingesendeten Videos inspirieren. Viel Spaß euch bei eurer eigenen Challenge!

Bleibt auch weiter so neugierig und konstruktiv!

Euer SFZ Hamburg-Team