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Kreative Konstrukteur*innen für Kettenreaktionen gekürt

Murmeln, Dominosteine, Spielzeugautos, Skateboards, Bücher, Kartons, Rohre, Eimer, Gießkannen… – alles, was gerade zu Hause zur Hand war, wurde von den Schüler*innen für den Bau einer Kettenreaktion verwendet. Mit viel Kreativität und Elan haben 18 Nachwuchskonstrukteur*innenganz unterschiedliche Modelle in ihren Kinderzimmern, im Haus oder im Garten realisiert.

Dabei galt nicht nur das Kriterium „je länger, desto besser“, sondern auch – aufgepasst, hier wird es wissenschaftlich – die Zahl der Umwandlungen. Physik zum Anfassen: mechanische Energie, Höhenenergie, Spannenergie… Aber seht selbst bei unserem Kettenreaktionsvideo!

„Bei dem Versuch lernen die Schüler*innen spielerisch sehr viel über das Phänomen einer Kettenreaktion. Ein aktuelles Thema in der Corona-Zeit, dass alle bei der Ansteckung von einer Person zur nächsten verfolgen können“, so Dr. Janine Radtke, Geschäftsführerin des SFZ Hamburg.

Knapp einen Monat hatten die Schüler*innen Zeit, ihre Kettenreaktionen zu entwerfen, aufzubauen, auszuprobieren und zu verbessern. Die selbstgedrehten und Videos wurden von einer Jury aus den Reihen des SFZ Hamburg-Teams angesehen und auf Grundlage von messbaren Kriterien bewertet – plus dem subjektiven Faktor Kreativität bei der Idee und Umsetzung.

Und hier unsere Sieger in den drei Kategorien:

Längste Kettenreaktion:

60 Sekunden Spannung: Jann konstruierte eine Kettenreaktion von einer halb aufgeklappten Tischtennisplatte über viele gezogene Pappbahnen mit Plastikrohren über zahlreiche eingebaute Ebenen bis hin zu einem auf dem Fußboden stehenden PC, auf dem durch die durchlaufende Kugel am Ende ein Bild projiziert wurde. Seine Kettenreaktion war die längste - hier geht es zu seinem Video.

Meiste Umwandlungen:

20 Energieumwandlungen: Das Gemeinschaftsprojekt von Leon und Felix starteten mit ihrer Kettenreaktion im Kinderzimmer des Obergeschosses des Hauses. Von dort bauten sie weiter über die Treppe in den Flur des Erdgeschosses bis ins Kinderzimmer. Sie haben das halbe Haus genutzt und dabei rekordverdächtig mehr als 20 Energieumwandlungen eingebaut. Für ihre Konstruktion haben sie unzählige Materialien verwendet: Bücher, Pappen, Spielzeuge, CD-Hüllen, Schnüre, Plastikschienen. Fünf Tage dauerte der Aufbau. Leider waren für die Zeit die Stufen im Haus nur unter erschwerten Bedingungen nutzbar. Wo man auch hintrat, wurde eine Kettenreaktion ausgelöst. Für die Tüftler ein voller Erfolg! Das Video von Leon und Felix kannst du dir hier ansehen.

Größte Kreativität:

Skateboard mit Speed: Bennet erhielt einen der ersten Plätze in dieser Kategorie. Er baute innerhalb von drei Tagen seine Konstruktion akribisch auf. Und beim ersten Durchlauf klappte es auf Anhieb. Bravo! Er baute unzählige Holzbausteine hinter- und übereinander, nutzte Skateboard und Spielzeugauto, Werkzeuge, Pappen und sogar das Treppengeländer im Keller seines Elternhauses. Für die richtige Geschwindigkeit des Skateboards, das einen Turm aus Holzbausteinen zum Umstürzen brachte, brauchte er fünf Versuche.

Fisch im Wasser: Melina wurde ebenfalls mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Ihre eingesetzten Energieumwandlungen waren sehr vielfältig und abwechslungsreich. Im Partykeller des Elternhauses ließ die Kettenreaktion am Ende einen Fisch im aufgefüllten Wasserbecken schwimmen.

Parallelabläufe: Auch die Brüder Elias und Julius setzen bei ihrer Kettenreaktion auf viele Energieumwandlungen mit teilweise parallel verlaufenden Abläufen, die dazu noch mit mehreren Kameras aus verschiedenen Blickwinkeln gefilmt wurden. Auch eure Beiträge haben einen ersten Preis als unter den kreativen Kettenreaktionen verdient.

Treffer im Beet: Marvins Kettenreaktion fand unter freiem Himmel statt. Mit einem gezielten Treffer in den Basketballkorb löste er seine Kettenreaktion aus und sorgte dafür, dass am Ende die Blume reichlich Wasser aus der Gießkanne bekam. Seine gut durchdachten Planungsskizzen samt Projektbeschreibung haben besonders viel Spaß beim Ansehen bereitet und uns eine runde Geschichte mitgeliefert.

Einen herzlichen Dank an alle. Das war Physik pur. MINT macht Spaß, und Experimentieren ist anschaulicher als manche Lehrstunde. Leider konnten wir eure Videos nur virtuell auf unserem Discord-Server feiern. Aber: Sobald es wieder möglich ist, laden wir zum Pizzafreitag. Wir freuen uns auf euch!

Die Gewinner können sich über das offizielle LEGO Buch zur Stop-Motion-Technik freuen! Auch alle anderen Tüftler*innen gehen nicht leer aus. Sie bekommen ein Goldenes Ticket für das Freie Forschen am SFZ Hamburg und sichern sich so exklusiv einen der begehrten Plätze.

Auf den Geschmack gekommen? Wer sich weiter mit Kettenreaktionen beschäftigen möchte, kommt am besten wieder im nächsten Schuljahr zu uns in den Kurs „Kettenreaktionen“ von Rainer und Sven oder lässt sich von den eingesendeten Videos inspirieren. Viel Spaß Euch bei Eurer eigenen Challenge!

Und, weil es so schön war, freuen wir uns schon auf die nächste Herausforderung, wenn es heißt: „Dreht ein Stop-Motion Video über MINT!“ Weitere Infos findet ihr bald auf unserer Webseite oder Instagram.

Bleibt auch weiter so neugierig und konstruktiv!
Euer SFZ Hamburg-Team