Aktuelles

SFZ Hamburg bei der 2. Maritimen Nacht

Großes allgemeines Interesse am praktischen Forschen

Passiert etwas anderes, wenn der Taucher schon vorher mit etwas Wasser gefüllt ist?

Finn und Hannes erklären einem Besucher Ihre Drohne

Mit einer „Mitmachaktion“, drei Schülerforschungsprojekten und einem Infostand war das SFZ Hamburg am Samstag, den 10. November 2018, bei der 2. Maritimen Nacht an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) vertreten.

Äußerst beliebt - nicht nur bei den kleinen Gästen - war die Mitmachaktion „Der cartesische Taucher“. Unser Kollege Rainer Kunze hatte Jung und Alt eingeladen, das physikalische Prinzip durch einen selbst durchgeführten Versuch kennenzulernen und zu erklären – oder auch erklärt zu bekommen. Zur Belohnung konnte man Flasche und Taucher mit nach Hause nehmen. So kann der Versuch noch beliebig oft wiederholt werden und auch Freunde und Verwandte zu Hause begeistern.

Nathalie Puschmann forscht aktuell zum Thema „Antibiotikaresistente Keime“. Sie hat an zahlreichen Stellen Hamburger Gewässer beprobt um zu prüfen, ob dort Keime nachzuweisen sind. Den interessierten Besuchern erklärte sie den abend über in vielen Gesprächen, dass sie tatsächlich an mehreren Orten antibiotikaresistente Keime nachweisen konnte und auch warum. Ihr Ergebnis macht - gerade in der Herbst- und Winterzeit, in der unser Organismus gegenüber Bakterien oft anfälliger ist - nachdenklich.

Finn Rübke und Hannes Diedrichsen forschen seit vielen Monaten ausdauernd an ihrem Projekt „'Klaus' – die autonome Drohne“. Mechanik, Elektronik und die dazugehörige Programmierung stellen an die beiden Nachwuchsforscher zahlreiche Herausforderungen, für die sie in akribischer Feinarbeit Lösungen suchen. Der Prototyp – aus selbst am Rechner konstruierten und über den 3D-Druck gefertigten Bauteilen gefertigt – hat zwar noch nicht das perfekte Flugergebnis ermöglicht, aber gerade das sei ja – so die beiden Jungforscher – die Herausforderung. „Wir arbeiten jetzt mit einer effizienteren Software zur Konstruktion der Bauteile, denn hier müssen wir zunächst nachsteuern.“

Benjamin Lorenz und Eike Balling präsentierten bisherige Ergebnisse zu ihrem Forschungsprojekt „Autonomes Segelschiff“. Auch sie sind auf einem guten Weg, ihre Ziele zu erreichen, machen aber auch die Erfahrung, dass nicht alles sofort klappt.

Aber genau das ist der Ansatz, den wir auch für unsere Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher im Vordergrund sehen – Ideen umsetzen und überprüfen: das „Ist“ mit dem „Soll“ vergleichen und bei Differenzen nach neuen, weiterführenden Lösungen suchen, die schließlich zum Ziel führen können. Das ist „Wissenschaft im kleinen Stil“!

Siegrid Kelling, Wolfgang Fraedrich und Thomas Garl vom Team des SFZ Hamburg beantworten den vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Fragen zu den Zielen der Arbeit im Schülerforschungszentrum und luden immer ein, einfach mal vorbeizuschauen und „zu schnuppern“.