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Von magnetischen Armbändern, Solardrohnen und natürlichen Konservierungsstoffen

Nach einem Jahr intensiven Forschens war es am vergangenen Freitag soweit: Die jugendlichen Forscherinnen und Forscher des Schülerforschungszentrum Hamburg präsentierten ihre Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung des laufenden Schuljahres. In den Forschungsräumen und Laboren in der Grindelallee gab es mehr als 30 verschiedene Projekte zu bestaunen, die von Forscherteams und einzelnen Jugendlichen vorgestellt wurden. Etwa 250 Gäste informierten sich an den Ausstellungsständen im Gespräch mit den jungen Forscherinnen und Forschern, die ihre Exponate und Poster erläuterten.

Im Werkraum des SFZ Hamburg war Technik zu sehen, die zu Wasser, zu Lande und in der Luft zu Hause ist. Egal, ob solarbetriebene Drohne, selbständig entwickeltes ferngesteuertes Auto oder autonomes Segelboot: Hier wurde über Sensoren, Mikrocontroller und Python-Code gefachsimpelt und fleißig geschraubt und gelötet. Kurz vor Ende der Veranstaltung gab es dann noch einmal ein besonderes Highlight: Lena Hagenlocher, Jonathan Hofmann und Jakob Klöpfel führten einen Funktionstest ihrer Drohne durch. In einem kleinen Raum ließen sie  – gut geschützt hinter einer mobilen transparenten Wand – die Rotoren auf voller Leistung laufen. Der anschließende Jungfernflug dauerte dann zwar nur einige Sekunden, brachte aber eine Menge neuer Erkenntnisse für die weitere Arbeit am Fluggerät.

Im Forscherraum des Schülerforschungszentrums trafen weitere technisch orientierte Projekte auf Erkenntnisse aus den Geowissenschaften zu heißen Quellen und vulkanischen Erden, die Roboter des regelmäßigen Robotik-Treffs des SFZ Hamburg fuhren herum und in den aufgestellten Mikroskopen konnten Flusskrebse aus der Nähe betrachtet werden. Die hier gezeigte Vielfalt und Kreativität der Forschungsprojekte der Jugendlichen des SFZ Hamburg beeindruckte so manchen Besucher – und war hier noch nicht zu Ende. Im S1-Labor stellten die Bio- und Chemiebegeisterten ihre Forschung vor. Zwischen Wasserproben, die auf Mikroplastik untersucht werden, Bio-Kunststoffen und zu Forschungszwecken gezüchteten Algen berichteten die jungen Forscherinnen und Forscher zahlreichen Interessierten mit leuchtenden Augen von ihren Ideen und Ergebnissen.

Großes Interesse gab es auch am Programm im Seminarraum. Hier zog Bela König die Zuhörer mit den Ergebnissen seines Projekts „Bio-Fleckweg“ und seinen Erfahrungen beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren in den Bann. Als Gastredner hatte das Schülerforschungszentrum Lukas Zierahn gewonnen, der über sein Forschungsprojekt, die Simulation von Zellen, und seine Teilnahme beim Bundeswettbewerb Jugend forscht berichtete.

Als um 20 Uhr die letzten Gäste die Labore verließen, ging es für die aktiven Schülerinnen und Schüler und das Team des SFZ Hamburg weiter: Bei Pizza und Getränken wurde auf den ersten Geburtstag des Schülerforschungszentrums, eine gelungene Abschlussveranstaltung und die tolle Atmosphäre in den Forschungsräumen angestoßen. Am Ende waren sich alle einige: Der Abend war eine gelungene Premiere!